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Öffnen. Lesen. Klicken. So wird Newsletter schreiben zum Kinderspiel!

  • Autorenbild: Manuela Späth
    Manuela Späth
  • 19. Jan.
  • 8 Min. Lesezeit

Egal ob Du nachhaltige Kundenbeziehungen aufbauen, Interessenten von Deinem Angebot überzeugen oder einfach regelmäßig in Erinnerung bleiben möchtest: E-Mail-Marketing sollte in Deinem Marketing-Mix nicht fehlen.

Ja, ich weiß.

Newsletter klingt für viele erstmal nach: „Oh Gott, noch ein Kanal, noch ein Tool, noch eine Sache, um die ich mich kümmern muss.“

Aber ein guter Newsletter ist kein digitaler Werbezettel, der ungefragt ins Postfach flattert und dort schlechte Laune verbreitet.

Ein guter Newsletter ist eine direkte Verbindung zu Menschen, die bereits Interesse an Dir, Deinem Unternehmen oder Deinem Angebot gezeigt haben.

Und genau das macht ihn so wertvoll.

In diesem Beitrag bekommst Du eine verständliche Einführung ins Thema und eine praktikable Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Du Deinen Newsletter sinnvoll, lesenswert und ergebnisorientiert aufbaust.



Warum überhaupt E-Mail-Marketing?


E-Mail-Marketing bedeutet, dass Du Nachrichten an Menschen versendest, die sich vorher aktiv dafür angemeldet haben.

Und genau diese Anmeldung ist der große Unterschied zur Spam-Mail, die ungebeten im Postfach landet und sich dort ungefähr so beliebt macht wie ein schlecht gelaunter Nachbar mit Laubbläser am Sonntagmorgen.

Beim Newsletter geht es nicht darum, Menschen ungefragt zu stören.

Es geht darum, mit Menschen in Kontakt zu bleiben, die bereits ein grundsätzliches Interesse an Deinen Inhalten haben.

Das macht Newsletter zu einem wichtigen Bestandteil im Inbound-Marketing.

Inbound-Marketing bedeutet, dass potenzielle Kunden selbst auf Dich aufmerksam werden, weil Du Inhalte bereitstellst, die für sie relevant, hilfreich oder interessant sind.

Das können Blogartikel sein.

Social-Media-Beiträge.

Website-Texte.

Oder eben ein Newsletter.



Was kann ein Newsletter für Dein Business tun?


Mit einem Newsletter kannst Du ganz unterschiedliche Ziele verfolgen.

Zum Beispiel:

  • Kontakte pflegen

  • Vertrauen aufbauen

  • Angebote vorstellen

  • Aktionen oder Veranstaltungen ankündigen

  • neue Blogbeiträge teilen

  • Fachwissen vermitteln

  • Kaufentscheidungen begleiten

  • Kunden regelmäßig an Dein Unternehmen erinnern

  • Menschen gezielt auf Deine Website führen


Der große Vorteil ist:

Du bist nicht abhängig vom Algorithmus.

Auf Social Media kann Deine Reichweite schwanken, ohne dass Du irgendetwas falsch gemacht hast.

Heute läuft ein Beitrag gut.

Morgen sieht ihn kaum jemand.

Übermorgen ändert sich wieder irgendetwas und alle stehen da wie bei „Reise nach Jerusalem“, nur dass keiner weiß, wann die Musik aufgehört hat.

Dein Newsletter landet dagegen direkt im Postfach Deiner Abonnenten.

Natürlich heißt das nicht automatisch, dass jeder ihn liest.

Aber Du besitzt damit einen eigenen Kanal, der deutlich weniger fremdbestimmt ist als Instagram, Facebook, LinkedIn und Co.



Welche Vorteile bietet E-Mail-Marketing?


1. Es ist vergleichsweise kostengünstig

Du brauchst ein geeignetes Newsletter-Tool, eine saubere Kontaktliste und gute Inhalte.

Im Vergleich zu vielen anderen Marketingmaßnahmen ist E-Mail-Marketing damit relativ kostengünstig umsetzbar.


2. Es stärkt Kundenbindung

Regelmäßige Newsletter erinnern Deine Leser an Dich, auch wenn sie sich gerade nicht aktiv in einem Kaufprozess befinden.

Du bleibst präsent, ohne ständig aufdringlich verkaufen zu müssen.


3. Es verbindet Deine Kanäle

Du kannst über Deinen Newsletter auf Blogartikel, Angebote, Social-Media-Beiträge, Veranstaltungen oder neue Leistungen aufmerksam machen.

So entsteht kein einzelner Marketing-Schnipsel, sondern ein System.

Und genau das ist der Punkt.


4. Es schafft Unabhängigkeit

Deine Kontaktliste gehört Dir.

Nicht Instagram.

Nicht Facebook.

Nicht irgendeinem Algorithmus mit Stimmungsschwankungen.

Wenn Du Dir über die Zeit eine gute Liste aufbaust, hast Du einen direkten Zugang zu Menschen, die sich wirklich für Deine Inhalte interessieren.


5. Es ist messbar

Du kannst sehen, wie viele Menschen Deinen Newsletter erhalten, öffnen und anklicken.

Das bedeutet: Du musst nicht aus dem Bauch heraus raten, ob etwas funktioniert hat.

Du kannst es überprüfen.



Vom Kopf in die Finger auf den Bildschirm: Wie erstelle ich einen Newsletter?


Schritt 1: Wähle ein passendes Newsletter-Tool


Bevor Du Deinen ersten Newsletter schreibst, brauchst Du ein Tool, über das Du ihn versenden kannst.

Bekannte Anbieter sind zum Beispiel Brevo, Mailchimp, CleverReach, ActiveCampaign oder GetResponse.

Ich würde an dieser Stelle aber bewusst keine pauschale Empfehlung aussprechen.

Warum?

Weil sich Preise, Funktionen, Datenschutz-Einstellungen und Tarifgrenzen regelmäßig ändern.


Achte bei der Auswahl vor allem auf folgende Punkte:

  • Ist das Tool DSGVO-tauglich nutzbar?

  • Gibt es eine saubere Anmeldefunktion?

  • Ist Double-Opt-in möglich?

  • Kann ein Abmeldelink automatisch eingefügt werden?

  • Gibt es verständliche Statistiken?

  • Sind Segmentierungen möglich?

  • Lassen sich Automationen einrichten?

  • Ist die Bedienung für Dich realistisch machbar?

Das beste Tool bringt Dir nichts, wenn Du es nach drei Tagen verfluchst und nie wieder öffnest.



Schritt 2: Erstelle einen Redaktionsplan


BITTE – tu’s einfach.

Ich weiß, es klingt unsexy.

Redaktionsplan klingt nach Tabelle, Pflichttermin und farbcodiertem Wahnsinn.

Aber ohne Planung kostet Dich ein Newsletter garantiert mehr Zeit und Nerven.

Wenn Du jedes Mal bei null anfängst, sitzt Du irgendwann vor dem Bildschirm und überlegst, ob „Wir melden uns auch mal wieder“ ein guter Einstieg wäre.

Spoiler: eher nicht.

Ein Redaktionsplan hilft Dir, Struktur in Deine Inhalte zu bringen.


Halte darin fest:

  • Wann soll der Newsletter erscheinen?

  • Welches Thema hat er?

  • Was ist das Ziel?

  • Für wen ist er gedacht?

  • Welche Inhalte sollen hinein?

  • Welcher Call-to-Action passt dazu?

  • Auf welche Seite oder welches Angebot soll verlinkt werden?


Du musst daraus keine Wissenschaft machen.

Aber Du solltest wissen, wohin die Reise geht, bevor Du den Motor startest.


Schritt 3: Definiere Ziel und Zielgruppe


Nicht jeder Newsletter muss an alle gehen.

Manchmal ist ein Thema nur für Bestandskunden relevant.

Manchmal nur für Interessenten.

Manchmal nur für Menschen, die sich für ein bestimmtes Angebot eingetragen haben.

Je gezielter Dein Newsletter ist, desto relevanter wird er.

Und je relevanter er ist, desto höher ist die Chance, dass er geöffnet, gelesen und geklickt wird.

Segmentierung klingt technisch.

Ist aber im Kern einfach nur die Frage:

Wer braucht diese Information wirklich?



Schritt 4: Wähle ein klares, mobilfreundliches Design


So gut wie jedes Newsletter-Tool bietet Vorlagen an.

Wähle ein Design, das übersichtlich ist und Deine Inhalte gut zur Geltung bringt.

Nicht zu voll.

Nicht zu wild.

Nicht zehn Schriftarten, drei Farbverläufe und blinkende Buttons, als hätte jemand 2003 im Internet eingeschlossen und nie wieder rausgelassen.

Achte vor allem darauf, dass Dein Newsletter auf dem Smartphone gut lesbar ist.

Viele Menschen lesen E-Mails mobil.

Wenn Dein Newsletter dort aussieht wie ein zerknitterter Beipackzettel, ist die Mühe umsonst.



Schritt 5: Schreibe Inhalte mit echtem Mehrwert


Deine Abonnenten haben sich für Deinen Newsletter eingetragen.

Cooler Move.

Jetzt solltest Du dafür sorgen, dass sie diese Entscheidung nicht direkt wieder bereuen.

Ein guter Newsletter braucht eine klare Aussage.

Der Leser sollte schnell verstehen:

Warum bekomme ich diese E-Mail?

Was habe ich davon?

Was soll ich als Nächstes tun?

Schreibe nicht einfach nur, weil mal wieder ein Newsletter raus muss.

Schreibe, wenn Du etwas zu sagen hast.

Das kann ein Tipp sein.

Eine Erfahrung.

Ein Angebot.

Eine Einladung.

Ein Impuls.

Eine neue Perspektive.

Wichtig ist: Der Inhalt sollte zu Deinem Unternehmen passen und für Deine Leser relevant sein.


Schritt 6: Formuliere eine starke Betreffzeile


Die Betreffzeile entscheidet, ob Deine E-Mail überhaupt geöffnet wird.

Sie ist der kleine Türsteher vor Deinem Inhalt.

Und wenn der schon langweilt, kommt keiner rein.

Die Betreffzeile sollte neugierig machen, ohne falsche Versprechen zu liefern.

Bitte kein Clickbait, der im Inhalt dann komplett verpufft.

Wenn Du „Diese eine Sache verändert alles“ schreibst und dann geht es um geänderte Öffnungszeiten, fühlt sich niemand charmant überrascht.

Eher veräppelt.

Gute Betreffzeilen sind klar, konkret oder neugierig machend.


Beispiele:

  • 3 Fehler, die Deine Website-Anfragen kosten

  • Warum Dein Newsletter nicht gelesen wird

  • Eine kleine Änderung mit großer Wirkung

  • Neu: Unser Angebot für den Herbst

  • Das solltest Du vor Deiner nächsten Kampagne prüfen


Schritt 7: Setze einen klaren Call-to-Action


Der Call-to-Action ist die Handlungsaufforderung in Deinem Newsletter.

Also der Punkt, an dem Dein Leser nicht nur denkt: „Interessant“, sondern auch etwas tut.


Zum Beispiel:

  • Beitrag lesen

  • Termin buchen

  • Angebot ansehen

  • Platz sichern

  • Antwort senden

  • Mehr erfahren

  • Kostenloses Erstgespräch anfragen


Wichtig ist:

Ein Newsletter sollte nicht zehn verschiedene Richtungen gleichzeitig aufmachen.

Wenn Du möchtest, dass jemand klickt, mach klar, wohin.


Schritt 8: Baue sinnvolle Links ein


Verlinke auf Deine Website, Deine Angebote, Blogartikel oder andere relevante Inhalte.

Aber bitte nicht nach dem Motto: „Hier noch Instagram, da noch Facebook, dort noch LinkedIn, ach und Pinterest nehmen wir auch noch mit, weil der Button so hübsch aussieht.“

Links sollten einen Zweck erfüllen.

Sie sollen den Leser weiterführen.

Nicht ablenken.


Schritt 9: Korrekturlesen und Testmail senden


Bevor Du Deinen Newsletter versendest, lies ihn gründlich Korrektur.

Am besten mit etwas Abstand.

Oder mit einem zweiten Paar Augen.


Prüfe unbedingt:

  • Stimmt der Betreff?

  • Funktionieren alle Links?

  • Wird alles auf dem Smartphone sauber angezeigt?

  • Ist der Abmeldelink vorhanden?

  • Ist das Impressum drin?

  • Sind Bilder korrekt eingebunden?

  • Gibt es Tippfehler?

  • Ist der CTA eindeutig?


Schicke Dir unbedingt eine Testmail.

Nicht optional.

Pflichtprogramm.

Denn nichts ist unangenehmer als ein Newsletter mit kaputtem Link direkt im ersten Satz.


Schritt 10: Versandzeitpunkt und Frequenz festlegen


Wie oft Du Deinen Newsletter versenden solltest, hängt von Deinem Unternehmen und Deinen Inhalten ab.

Wöchentlich kann funktionieren.

Monatlich auch.

Quartalsweise ebenfalls.

Wichtig ist nicht, dass Du besonders oft sendest.

Wichtig ist, dass Du verlässlich sendest und der Inhalt sinnvoll ist.

Lieber ein guter Newsletter im Monat als vier halbherzige E-Mails, die nach „Wir mussten mal wieder was rausschicken“ riechen.

Beim Versandzeitpunkt lohnt es sich, zu testen.

Früh morgens kann gut funktionieren.

Mittags auch.

Manche Zielgruppen lesen abends.

Es gibt hier keine magische Uhrzeit, die für alle Unternehmen gilt.

Schau in Deine Auswertungen und lerne daraus.


Schritt 11: Analysiere die Ergebnisse


Nach dem Versand ist vor dem nächsten Newsletter.

Schau Dir an, wie Dein Newsletter performt hat.

Wichtige Kennzahlen sind zum Beispiel:

  • Zustellrate

  • Öffnungsrate

  • Klickrate

  • Abmeldungen

  • Antworten

  • Website-Besuche

  • Anfragen

  • Verkäufe oder Buchungen


Wichtig ist dabei:

Nicht jede Zahl erzählt die ganze Geschichte.

Eine hohe Öffnungsrate ist schön.

Aber wenn niemand klickt, antwortet oder bucht, solltest Du genauer hinschauen.

Vielleicht war der Betreff gut, aber der Inhalt nicht stark genug.

Vielleicht war der CTA unklar.

Vielleicht war das Thema für die Zielgruppe nicht relevant.

Reporting ist kein Selbstzweck.

Es soll Dir zeigen, an welcher Stellschraube Du drehen kannst.



An diese Dinge solltest Du unbedingt denken


Persönliche Ansprache

Wenn es zu Deiner Marke passt, kannst Du Deine Leser mit Namen ansprechen.

Das wirkt persönlicher.

Aber bitte sauber.

„Hallo Vorname“ ist kein vertrauensbildender Einstieg.


Alt-Texte für Bilder

Füge Bildern sinnvolle Alt-Texte hinzu.

Das hilft, wenn Bilder nicht geladen werden und ist wichtig für Menschen, die Screenreader nutzen.


Datenschutz und Einwilligung

Sende Newsletter nur an Personen, die sich aktiv dafür angemeldet haben.

In Deutschland und der EU solltest Du besonders sauber arbeiten.

Double-Opt-in ist hier in der Praxis sehr sinnvoll, weil Du damit besser nachweisen kannst, dass sich jemand wirklich angemeldet hat.


Abmeldelink

Jeder Newsletter braucht eine einfache Möglichkeit zur Abmeldung.

Und zwar nicht irgendwo versteckt in Schriftgröße Ameise.

Der Leser muss sich unkompliziert austragen können.


Impressum

Auch ein Newsletter braucht ein Impressum beziehungsweise klare Angaben dazu, wer für den Versand verantwortlich ist.


Zustellbarkeit

2026 reicht es nicht mehr, einfach irgendein Tool zu öffnen und auf „Senden“ zu klicken.

Damit Deine Newsletter zuverlässig ankommen, solltest Du Dich auch mit Zustellbarkeit beschäftigen.

Dazu gehören technische Grundlagen wie SPF, DKIM und DMARC.

Das klingt erstmal nach drei Robotern aus einem schlechten Science-Fiction-Film, ist aber wichtig, damit E-Mail-Anbieter Deine Nachrichten als vertrauenswürdig einstufen.

Wenn Du ein Newsletter-Tool nutzt, führt es Dich in der Regel durch diese Einrichtung.

Ignorieren solltest Du das Thema aber nicht.


KI sinnvoll nutzen

Natürlich kannst Du KI heute auch beim Newsletter-Marketing nutzen.

Zum Beispiel für:

  • Themenideen

  • Betreffzeilen

  • Struktur

  • Varianten

  • Zusammenfassungen

  • Segmentierungsideen

  • Auswertung von Kennzahlen


Aber KI ersetzt nicht Deine Perspektive.

Sie weiß nicht automatisch, was Deine Kunden wirklich brauchen, was zu Deiner Marke passt oder welche Zwischentöne wichtig sind.

KI kann Dir helfen, schneller zu werden.

Den Kopf einschalten musst Du trotzdem noch selbst.

Zum Glück.

Sonst könnten wir ja alle direkt nach Hause gehen.



Fazit

E-Mail-Marketing ist eine starke Möglichkeit, Menschen zu erreichen, die bereits Interesse an Dir und Deinem Unternehmen gezeigt haben.

Ein guter Newsletter hilft Dir, Vertrauen aufzubauen, Kundenbeziehungen zu pflegen, Angebote sichtbar zu machen und Deine Kommunikation unabhängiger von Social-Media-Algorithmen zu gestalten.

Wichtig ist nur, dass Du nicht einfach irgendetwas verschickst.

Ein Newsletter braucht ein Ziel, eine klare Struktur, relevante Inhalte, saubere Technik und ein Verständnis dafür, wen Du erreichen möchtest.

Dann wird aus einer E-Mail nicht nur eine Nachricht im Postfach.

Sondern ein direkter Kontaktpunkt zwischen Deinem Unternehmen und den Menschen, die sich dafür interessieren.

Und genau da beginnt gute Kommunikation.

 
 
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