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So wird Kommunikation zum Business-Werkzeug

  • Autorenbild: Manuela Späth
    Manuela Späth
  • 17. Juli 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Spannender Content und gute Werbetexte sind echte Multitalente für Dein Business.

Trotzdem würdest Du mit einem Dosenöffner vermutlich keine Fingernägel schneiden.

Klingt logisch?

Genau deshalb scheitern viele Unternehmen mit ihrer Kommunikation. Sie investieren Zeit, Geld und Energie in Texte, Social Media oder Werbung – und wundern sich anschließend, warum die Ergebnisse ausbleiben.

Nicht weil die Texte schlecht sind.

Sondern weil das Werkzeug nicht zum Ziel passt.

Wie Du typische Fehler vermeidest, warum die Zielgruppe wichtiger ist als die Plattform und weshalb gute Kommunikation immer mit einer klaren Strategie beginnt, erfährst Du in diesem Beitrag.



Werbung für alle ist Werbung für keinen


In der Schule haben wir gelernt, Inhaltsangaben, Sachtexte, Erörterungen oder Zeitungsartikel zu schreiben.

Doch egal wie gut Du formulierst oder welche grammatikalischen Höchstleistungen Du vollbringst – wenn Du das Thema verfehlst, bekommst Du keine gute Note.

Ähnlich verhält es sich mit Marketing.

Wenn Deine Inhalte an den Bedürfnissen Deiner Zielgruppe vorbeigehen oder Du die Spielregeln der Plattformen nicht kennst, werden weder Google noch Social Media besonders begeistert reagieren.

Die Folge:

  • wenig Reichweite

  • geringe Interaktion

  • ausbleibende Anfragen

  • verschenktes Potenzial



Wie produzierst Du passenden Content?

Definiere Deine Zielgruppe


Bevor Du den ersten Text schreibst, solltest Du wissen, für wen Du eigentlich schreibst.

Wer profitiert von Deinem Angebot?

Wen möchtest Du erreichen?

Zur Orientierung können unter anderem folgende Merkmale hilfreich sein:

  • Alter

  • Geschlecht

  • Wohnort

  • Beruf oder Branche

  • Einkommen

  • Interessen

  • Werte

  • Sprache

  • Lebenssituation


Nicht jeder Punkt ist für jedes Unternehmen gleich wichtig.

Wenn Du beispielsweise digitale Dienstleistungen oder Online-Coachings anbietest, spielt der Wohnort oft eine deutlich kleinere Rolle als bei einem lokalen Geschäft.

Wichtig ist vor allem, dass Du verstehst, mit wem Du sprichst.



Wie erreichst Du Deine Zielgruppe?


„Erfolglose Fischer denken wie Menschen. Erfolgreiche Fischer denken wie ein Fisch.“

Dieses Zitat des Werbetexters Gary Bencivenga bringt es ziemlich gut auf den Punkt.

Versetze Dich in die Lage Deiner potenziellen Kunden.

Wo halten sie sich auf?

Wie informieren sie sich?

Welche Fragen beschäftigen sie?

Und auf welchem Kanal sind sie überhaupt bereit, sich mit Deinem Thema auseinanderzusetzen?

Nicht jedes Unternehmen braucht Instagram.

Nicht jedes Unternehmen braucht LinkedIn.

Und längst nicht jedes Unternehmen braucht TikTok.

Manchmal kann ein gut gepflegtes Google-Unternehmensprofil, eine starke Website oder ein regelmäßiger Newsletter deutlich mehr bewirken als der nächste Social-Media-Kanal.

Deshalb lohnt es sich, vor jeder Maßnahme zu prüfen, wo Deine Zielgruppe tatsächlich erreichbar ist.

Menschen informieren sich heute auf sehr unterschiedliche Weise. Was für die eine Zielgruppe hervorragend funktioniert, kann bei der nächsten komplett verpuffen.



Deine Website bleibt Dein wichtigster Kanal


Auf Social Media bist Du immer nur zu Gast.

Du musst Dich an Vorgaben, Algorithmen und Regeln halten, die Du nicht beeinflussen kannst.

Auf Deiner Website sieht das anders aus.

Hier bestimmst Du die Inhalte, die Struktur und die Art, wie Du Dein Unternehmen präsentierst.

Stell Dir Deine Website wie ein Haus vor.

Deine Startseite ist die Eingangstür.

Die einzelnen Unterseiten sind die Räume.

Und irgendwo steht der gedeckte Kaffeetisch.

Der Kaffeetisch ist die Stelle, an der aus einem Besucher ein Kunde wird.

Während Du Deine Gäste durch Dein Haus führst, solltest Du ihnen jederzeit die Möglichkeit geben, direkt zum Kaffeetisch zu gelangen.

Genauso funktioniert eine gute Website.

Jede Seite sollte Orientierung bieten, Vertrauen aufbauen und den Besucher sinnvoll zum nächsten Schritt führen.



Verbinde Dich auf Augenhöhe mit Deiner Zielgruppe


Social Media ist kein digitaler Marktschreier.

Zumindest nicht, wenn es langfristig funktionieren soll.

Menschen folgen keinen Accounts, weil sie ständig etwas verkauft bekommen möchten.

Sie folgen Menschen und Unternehmen, die ihnen helfen, inspirieren oder unterhalten.

Deshalb sind Inhalte dann besonders wertvoll, wenn Dein Publikum etwas daraus mitnehmen kann.


Beispiel:

Tinas Blumenladen wird über Instagram wahrscheinlich keine Tulpen verkaufen.

Tina kann aber einen Beitrag über die zehn schönsten Frühlingsgestecke mit Tulpen veröffentlichen.

Wenn der Beitrag hilfreich, ansprechend gestaltet und gut geschrieben ist, wird er möglicherweise gespeichert, geteilt oder kommentiert.

Dadurch werden mehr Menschen auf Tina aufmerksam.

Vielleicht besuchen einige davon ihre Website.

Vielleicht merken sich andere ihren Namen für einen späteren Anlass.

Und vielleicht wird aus einem interessierten Leser irgendwann ein Kunde.

Genau darum geht es.

Nicht um den schnellen Verkauf.

Sondern um Sichtbarkeit, Vertrauen und Wiedererkennung.



Strategie schlägt Aktionismus


Bevor Du Dich in Social Media, Blogartikel oder Werbeanzeigen stürzt, solltest Du Dir eine einfache Frage stellen:

Was genau möchte ich erreichen?

Mehr Reichweite?

Mehr Anfragen?

Mehr Bewerbungen?

Mehr Verkäufe?

Je klarer das Ziel definiert ist, desto einfacher wird die Wahl der passenden Maßnahmen.

Denn nicht jeder Kanal erfüllt denselben Zweck.

Und nicht jede Kennzahl sagt etwas über den tatsächlichen Erfolg aus.



Finde Deine Markenstimme


Mit einer einheitlichen Sprache fällt es Menschen leichter, Dein Unternehmen wiederzuerkennen.

Sie wissen, was sie von Dir erwarten können.

Das schafft Vertrauen.

Deine Markenstimme sollte dabei immer zu Dir, Deinem Unternehmen und Deiner Zielgruppe passen.

Ein Versicherungsmakler kommuniziert naturgemäß anders als eine Kunstgalerie.

Und ein Handwerksbetrieb anders als ein Reiseblog.

Trotzdem gibt es keine allgemeingültigen Regeln.

Manchmal entsteht Aufmerksamkeit gerade dadurch, dass jemand bewusst gegen Erwartungen verstößt.

Wichtig ist nur, dass die Kommunikation authentisch bleibt und sich wie ein roter Faden durch alle Kanäle zieht.



Fazit

Gute Texte sind ein mächtiges Werkzeug.

Aber sie funktionieren nur dann, wenn sie die richtigen Menschen erreichen, auf dem richtigen Kanal erscheinen und ein klares Ziel verfolgen.

Deshalb beginnt erfolgreiche Kommunikation nicht mit dem Schreiben.

Sie beginnt damit zu verstehen, wen Du erreichen möchtest, was Du sagen willst und warum Menschen Dir überhaupt zuhören sollten.

Erst dann werden aus Worten Ergebnisse.

 
 
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