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So wird Kommunikation zum Business-Werkzeug

Autorenbild: Manuela Späth
Manuela Späth
17. Juli 2025
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 19. Okt.

Eine abstrakte Illustration. Aus einem Laptop greift eine offene Hand heraus. Sie hält Herzchen in der Hand die "Likes" symbolisieren sollen. Dieses Bild steht sinnbildlich dafür, dass sich starke Markenkommunikation auszahlt.


Spannender Content und gute Werbetexte sind echte Multitalente für Dein Business.

Trotzdem würdest Du mit einem Dosenöffner vermutlich keine Fingernägel schneiden.


Klingt logisch?


Genau deshalb scheitern viele Unternehmen mit ihrer Kommunikation.


Sie investieren Zeit, Geld und Energie in Texte, Social Media oder Werbung – und wundern sich anschließend, warum die Ergebnisse ausbleiben.

Nicht weil die Texte schlecht sind.

Sondern weil das Werkzeug nicht zum Ziel passt.

Wie Du typische Fehler vermeidest, warum die Zielgruppe wichtiger ist als die Plattform und weshalb gute Kommunikation immer mit einer klaren Strategie beginnt, erfährst Du in diesem Beitrag.


Werbung für alle ist Werbung für keinen


In der Schule haben wir gelernt, Inhaltsangaben, Sachtexte, Erörterungen oder Zeitungsartikel zu schreiben.

Doch egal wie gut Du formulierst oder welche grammatikalischen Höchstleistungen Du vollbringst – wenn Du das Thema verfehlst, bekommst Du keine gute Note.

Ähnlich verhält es sich mit Marketing.

Wenn Deine Inhalte an den Bedürfnissen Deiner Zielgruppe vorbeigehen oder Du die Spielregeln der Plattformen nicht kennst, werden weder Google noch Social Media besonders begeistert reagieren.


Die Folge:


  • wenig Reichweite

  • geringe Interaktion

  • ausbleibende Anfragen

  • verschenktes Potenzial


Wie produzierst Du passenden Content?


Bevor Du darüber nachdenkst, für wen Du kommunizierst oder auf welchem Kanal Du Menschen erreichen möchtest, muss zunächst eine andere Frage beantwortet sein:


Was genau bietest Du eigentlich an?


Stell Dir vor, Du eröffnest ein Restaurant.

Bevor Du darüber nachdenkst, ob Du Deine Gäste über Instagram, Google oder einen Newsletter erreichst, solltest Du wissen, was Du ihnen eigentlich anbieten möchtest.

Fine Dining?

Schnelle Mittagspause?

Regionale Küche?

Familienrestaurant?

Denn daraus ergibt sich erst, für wen Dein Angebot interessant ist.


Zuerst kommt das Produkt. Dann der Mensch. Dann der Kanal.


Genau diese Reihenfolge wird im Marketing erstaunlich oft umgedreht.


Definiere Deine Zielgruppe


Bevor Du den ersten Text schreibst, solltest Du wissen, für wen Du eigentlich schreibst.

Wer profitiert von Deinem Angebot?

Wen möchtest Du erreichen?


Zur Orientierung können unter anderem folgende Merkmale hilfreich sein:


  • Alter

  • Geschlecht

  • Wohnort

  • Beruf oder Branche

  • Einkommen

  • Interessen

  • Werte

  • Sprache

  • Lebenssituation


Nicht jeder Punkt ist für jedes Unternehmen gleich wichtig.

Wenn Du beispielsweise digitale Dienstleistungen oder Online-Coachings anbietest, spielt der Wohnort oft eine deutlich kleinere Rolle als bei einem lokalen Geschäft.

Wichtig ist vor allem, dass Du verstehst, mit wem Du sprichst.


Wie erreichst Du Deine Zielgruppe?


„Erfolglose Fischer denken wie Menschen. Erfolgreiche Fischer denken wie ein Fisch.“

Dieses Zitat des Werbetexters Gary Bencivenga bringt es ziemlich gut auf den Punkt.

Versetze Dich in die Lage Deiner potenziellen Kunden.

Wo halten sie sich auf?

Wie informieren sie sich?

Welche Fragen beschäftigen sie?

Auf welchem Kanal sind sie überhaupt bereit, sich mit Deinem Thema auseinanderzusetzen?

Nicht jedes Unternehmen braucht Instagram.

Nicht jedes Unternehmen braucht LinkedIn.

Und längst nicht jedes Unternehmen braucht TikTok.

Manchmal kann ein gut gepflegtes Google-Unternehmensprofil, eine starke Website oder ein regelmäßiger Newsletter deutlich mehr bewirken als der nächste

Social-Media-Kanal.

Deshalb lohnt es sich, vor jeder Maßnahme zu prüfen, wo Deine Zielgruppe tatsächlich erreichbar ist.

Menschen informieren sich heute auf sehr unterschiedliche Weise.

Was für die eine Zielgruppe hervorragend funktioniert, kann bei der nächsten komplett verpuffen.


Deine Website ist Deine digitale Basis


Auf Social Media bist Du immer nur zu Gast.

Du musst Dich an Vorgaben, Algorithmen und Regeln halten, die Du nicht beeinflussen kannst.

Auf Deiner Website sieht das anders aus.

Hier bestimmst Du die Inhalte, die Struktur und die Art, wie Du Dein Unternehmen präsentierst.

Stell Dir Deine Website wie ein Haus vor.

Deine Startseite ist die Eingangstür.

Die einzelnen Unterseiten sind die Räume.

Und irgendwo steht der gedeckte Kaffeetisch.

Der Kaffeetisch ist die Stelle, an der aus einem Besucher ein Kunde wird.

Während Du Deine Gäste durch Dein Haus führst, solltest Du ihnen jederzeit die Möglichkeit geben, direkt zum Kaffeetisch zu gelangen.

Genauso funktioniert eine gute Website.

Jede Seite sollte Orientierung bieten, Vertrauen aufbauen und den Besucher sinnvoll zum nächsten Schritt führen.


Verbinde Dich auf Augenhöhe mit Deiner Zielgruppe


Social Media ist kein digitaler Marktschreier.

Zumindest nicht, wenn es langfristig funktionieren soll.

Menschen folgen keinen Accounts, weil sie ständig etwas verkauft bekommen möchten.

Sie folgen Menschen und Unternehmen, die ihnen helfen, inspirieren oder unterhalten.

Deshalb sind Inhalte dann besonders wertvoll, wenn Dein Publikum etwas daraus mitnehmen kann.


Beispiel:


Tinas Blumenladen wird über Instagram wahrscheinlich keine Tulpen verkaufen.

Tina kann aber einen Beitrag über die zehn schönsten Frühlingsgestecke mit Tulpen veröffentlichen.

Wenn der Beitrag hilfreich, ansprechend gestaltet und gut geschrieben ist, wird er möglicherweise gespeichert, geteilt oder kommentiert.

Dadurch werden mehr Menschen auf Tina aufmerksam.

Vielleicht besuchen einige davon ihre Website.

Vielleicht merken sich andere ihren Namen für einen späteren Anlass.

Vielleicht bestellt sogar jemand direkt einen Strauß.

Vielleicht aber auch nicht.


Und genau das ist der Punkt:


Nicht jeder Beitrag muss unmittelbar verkaufen, um wirtschaftlich sinnvoll zu sein.


Vielleicht sorgt er zunächst für Sichtbarkeit.

Dann für Wiedererkennung.

Dann für Vertrauen.

Und wenn drei Wochen später der Geburtstag der Schwiegermutter ansteht, fällt dem Konsumenten Tina plötzlich wieder ein.

Genau so kann aus Kommunikation Geschäft entstehen.


Strategie schlägt Aktionismus


Bevor Du Dich in Social Media, Blogartikel oder Werbeanzeigen stürzt, solltest Du Dir eine einfache


Frage stellen:


Was genau möchte ich erreichen?


  • Mehr Reichweite?

  • Mehr Anfragen?

  • Mehr Bewerbungen?

  • Mehr Verkäufe?

  • Mehr Sichtbarkeit


Je klarer das Ziel definiert ist, desto einfacher wird die Wahl der passenden Maßnahmen.

Denn nicht jeder Kanal erfüllt denselben Zweck.

Und nicht jede Kennzahl sagt etwas über den tatsächlichen Erfolg aus.

100.000 Reel-Aufrufe können für ein Unternehmen völlig wertlos sein.

Zehn Website-Besucher können für ein anderes Unternehmen hochinteressant sein, wenn daraus drei qualifizierte Anfragen entstehen.

Deshalb entscheidet nicht die größte Zahl über Erfolg.


Sondern die richtige.


Finde Deine Markenstimme


Mit einer einheitlichen Sprache fällt es Menschen leichter, Dein Unternehmen wiederzuerkennen.

Sie wissen, was sie von Dir erwarten können.

Das schafft Vertrauen.

Deine Markenstimme sollte dabei immer zu Dir, Deinem Unternehmen und Deiner Zielgruppe passen.

Ein Versicherungsmakler kommuniziert naturgemäß anders als eine Kunstgalerie.

Und ein Handwerksbetrieb anders als ein Reiseblog.

Trotzdem gibt es keine allgemeingültigen Regeln.

Manchmal entsteht Aufmerksamkeit gerade dadurch, dass jemand bewusst gegen Erwartungen verstößt.

Wichtig ist nur, dass die Kommunikation authentisch bleibt und sich wie ein roter Faden durch alle Kanäle zieht.

Eine Markenstimme muss deshalb nicht nur gut klingen.

Sie muss sich auch im Unternehmen leben lassen.

Wenn jeder Satz erst durch drei Korrekturschleifen muss, weil niemand so sprechen würde, ist die vermeintlich perfekte Markensprache in der Praxis ziemlich wertlos.


Fazit


Gute Texte sind ein mächtiges Werkzeug.

Doch sie funktionieren nur dann, wenn sie die richtigen Menschen erreichen, auf dem richtigen Kanal erscheinen und ein klares Ziel verfolgen.

Erfolgreiche Kommunikation nicht mit dem Schreiben.

Sie beginnt damit, zu verstehen, was Du anbietest, warum es für Menschen relevant ist, wen Du damit erreichen möchtest und was Du eigentlich erreichen willst.


Erst dann werden aus Worten Ergebnisse.


Du möchtest aus Deiner Kommunikation ein strategisches Werkzeug machen, das zu Deinem Unternehmen passt, Ressourcen sinnvoll nutzt und Deine Unternehmensziele unterstützt?


 
 
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